Am 31. August 2019: SPD-Sonderparteitag soll über Einführung der Doppelspitze in Sachsen-Anhalt entscheiden

Die SPD in Sachsen-Anhalt will noch vor der für Ende des Jahres geplanten Mitgliederbefragung zum künftigen Landesvorsitz entscheiden, ob im Landesverband die Doppelspitze eingeführt wird. Dazu wird es am 31. August 2019 einen Sonderparteitag geben. Das beschloss jetzt der SPD-Landesvorstand.

„Bei uns ist seit längerem die Überzeugung gereift, dass eine Doppelspitze ein wichtiger Beitrag ist, um die SPD schlagkräftig und sichtbar aufzustellen“, so der Landesvorsitzende Burkhard Lischka. „Sie bietet die Möglichkeit, Aufgaben, Arbeit und Verantwortung besser zu verteilen, Politik stärker im Team zu entwickeln und Männer und Frauen an der Spitze unserer Landespartei gleichzustellen.“

Die Chance zur Einführung zweier gleichberechtigter Landesvorsitzender bietet sich jetzt durch die Entwicklung in der Bundespartei. Lischka: „Diese Chance wollen wir jetzt ergreifen und als erster Landesverband eine Doppelspitze einführen. Dafür muss aber jetzt von Anfang an ein Parteitag die Weichen stellen, noch bevor sich die Kandidatinnen und Kandidaten den Mitgliedern vorstellen.“

Deshalb soll es noch vor den für September/Oktober 2019 angesetzten Regionalkonferenzen zur Vorstellung der Kandidatinnen und Kandidaten und vor der – im Falle konkurrierender Kandidaturen – für November/Dezember 2019 vorgesehenen Mitgliederbefragung einen Sonderparteitag geben, der über die Änderung der Landesverbandssatzung entscheidet. Der Landesvorstand schlägt vor, künftig zwei gleichberechtigte Landesvorsitzende zu wählen, davon eine Frau. Die Zahl der stellvertretenden Vorsitzenden soll dafür von drei auf zwei gesenkt werden.