30 Jahre Friedliche Revolution: eine Zäsur auch für die SPD

30 Jahre Friedliche Revolution – das ist nicht nur für (Ost-)Deutschland, sondern auch für uns als SPD eine Zäsur in der Geschichte. Deshalb blickte die SPD-Landtagsfraktion mit einer Veranstaltung am 29. November 2019 im Landtag in Magdeburg zurück – und nach vorn, auf die Perspektiven der Demokratie.

Die Friedliche Revolution vor 30 Jahren, das Engagement Tausender Bürgerinnen und Bürger, die für ihre Rechte demonstriert haben, war die Grundlage für den Mauerfall und letztendlich ausschlaggebend für den Aufbau demokratischer Strukturen in einem vereinten Deutschland. Dieser Aufbruch in die Demokratie brachte freie Wahlen und beendete Willkür, Unrecht und persönliche Unfreiheit. All das ist das Verdienst der Menschen, die sich damals engagiert haben und auf die Straße und in die Kirchen gegangen sind.

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Silke Schindler eröffnete die Veranstaltung im  Landtag.

Wir dokumentieren hier die Beiträge unseres neuen, alten Bundestagsabgeordneten Eberhard Brecht und der Fraktionsvorsitzenden Katja Pähle:

Eberhard Brecht blickte zugleich kritisch und selbstbewusst auf die Geschichte der Jahre 1989 und 1990 zurück und sagte: “Als Helmut Kohl den 3. Oktober zum Nationalfeiertag des vereinten Deutschlands erklärte, habe ich einen lauten Protest aus dem Osten vermisst.”

Katja Pähle stellte aktuelle Thesen zum “Einstehen für eine gefährdete Demokratie” zur Diskusssion: “Das schlimmste, was uns jetzt passieren kann, ist Lethargie, Resignation – und vor allem Angst.”

Gosia Gomolka, SPD-Stadträtin aus Weißenfels, brachte die Perspektive einer neu in der Kommunalpolitik Engagierten in die Diskussion ein.