30 Jahre, 30 Mitglieder: Silvia Gernoth (eingetreten 2004)

1990 wurde der SPD-Landesverband Sachsen-Anhalt gegründet. Wir haben 30 Mitglieder aus 30 Beitrittsjahren nach ihren Motiven, Erfahrungen und Zukunftserwartungen gefragt.

Wie bist du zur SPD gekommen? 

Menschen, die etwas bewegen und gestalten, waren schon immer für mich Vorbilder, ob auf Kommunaler-, Landes- oder Bundesebene.  

Mit vielen Menschen und insbesondere Kindern hatte ich Kontakt durch meinen Beruf als Pädagogin. Ich hörte die Probleme junger Familien jeden Tag. Da ich in einem Alter war mich neu zu orientieren entschied ich mich im Jahr 2003, soziale Projekte in unserer Stadt zu unterstützen bzw. selbst durchzuführen. Ein Projekt war das Eltern-Kind-Projekt „Musikgarten“: mit jungen Eltern und ihren Kindern von fünf Monaten bis fünf Jahren singen, tanzen und musizieren. Viele kulturelle Veranstaltungen unterstützte ich in Roßlau mit dem Projekt. Bei einem Nachbarschaftsfest in unserer Siedlung lernte ich den Vorsitzenden des Ortsvereins der SPD kennen. Er sprach mich an und lud mich zur Mitgliederversammlung ein. Es war wie eine Familie, die dem Ziel folgte, sich für Solidarität und Gerechtigkeit einzusetzen. Menschen verschiedener Altersgruppen die Themen diskutierten und versuchten umzusetzen, das hat mich imponiert. Im Februar 2004 wurde ich als Mitglied im Ortsverein der SPD Roßlau aufgenommen. 

Was war für dich das wichtigste politische Ereignis? 

Ich erinnere mich an viele große und kleine Ereignisse der letzten 30 Jahre.  

Ein Ereignis war die Wiedereinführung der Ganztagsbetreuung in den Kitas. Jedes Kind hat ein Recht auf Bildung, egal welcher Herkunft.  

Ein weiteres war für mich persönlich die Wahl in den Stadtrat Roßlau im Jahre 2004. 

Wie siehst du die Zukunft der SPD? 

Als älteste und traditionsreichste Partei Deutschland sehe ich die Zukunft positiv. Wir haben klare Ziele! Es muss uns gelingen, die Menschen zu überzeugen, aber auch mitzunehmen beim Gestalten unseres Landes.

Foto: privat