30 Jahre, 30 Mitglieder: Udo Krause (eingetreten 2010)

1990 wurde der SPD-Landesverband Sachsen-Anhalt gegründet. Wir haben 30 Mitglieder aus 30 Beitrittsjahren nach ihren Motiven, Erfahrungen und Zukunftserwartungen gefragt.

Wie bist du zur SPD gekommen?

Ich habe mich schon immer für sozialdemokratische Politik interessiert. Richtig “nahe” bin ich der SPD aber erst durch ein Praktikum in der Landtagsfraktion in Magdeburg gekommen. Darauf folgend habe ich meine Magisterarbeit über “Die Entstehung der SDP/SPD in den Bezirken Magdeburg und Halle” geschrieben und habe ein Jahr lang im Ernst-Reuter-Haus die Arbeit verfasst. Kurz nach Abgabe der Abschlussarbeit bin ich dann im Juli 2010 in die SPD eingetreten. 

Ich fand es wichtig, Mitglied zu werden, da ich mich politisch einbringen wollte und gerade in meiner Region, dem Jerichower Land, die Werte der SPD vertreten wollte und es heute auch noch im Stadtrat in Genthin tue.  

Was war für dich das wichtigste politische Ereignis?

Es gibt sehr viele politische Ereignisse innerhalb der letzten 30 Jahre. Ich denke aber das entscheidendste war der Politikwechsel von 1998 mit Gerhard Schröder an der Spitze. Der SPD gelang es damals mit einem fulminantem Ergebnis, eine in die Jahre gekommene Politik abzusetzen und neue Impulse für die Zukunft zu setzen, von denen Deutschland noch heute profitiert.  

Wie siehst du die Zukunft der SPD? 

Ich sehe die Zukunft der Partei durchaus positiv. Ich sehe, bedingt durch mein Studium, die Welt immer aus der historischen Perspektive. Und nach vielen Auf und Ab, wird irgendwann die neoliberale Politik wieder durch eine soziale Politik abgelöst werden. Das könnte dann die Stunde der SPD werden. Aber bis dahin ist es noch ein steiniger Weg. 

Foto: privat