30 Jahre, 30 Mitglieder: Maik Brandt (eingetreten 1994)

1990 wurde der SPD-Landesverband Sachsen-Anhalt gegründet. Wir haben 30 Mitglieder aus 30 Beitrittsjahren nach ihren Motiven, Erfahrungen und Zukunftserwartungen gefragt.

Wie bist du zur SPD gekommen?

1994 – als ich für die SPD in den Gemeinderat von Burgkemnitz gewählt wurde, bin ich im selben Jahr noch eingetreten, weil die SPD damals noch für die Menschen, die keine Lobby hatten, einstand und wegen ihrer Grundwerte. Das ist heute leider nicht mehr so eindeutig.

Was war für dich das wichtigste politische Ereignis?

Die Wahl von Schröder zum Kanzler – und was dann folgte, war ein Ausverkauf unserer Grundwerte und eine moralische Bankrotterklärung sozialdemokratischer Politik.

Wie siehst du die Zukunft der SPD?

Wir sollten uns in der Opposition erst einmal klar werden, was die SPD in der Zukunft will und uns etwas in Demut üben. Man kann seinem Land auch dienen, ohne Minister zu stellen und zu regieren. Zurzeit sind wir für die Menschen kaum von der CDU zu unterscheiden. Wir sollten vor allem Antworten finden, die in die Lebenswirklichkeit der Menschen eingreifen.

Zum Abschluss bin ich der Meinung, dass die Quote verfassungswidrig ist.

Foto: privat