30 Jahre, 30 Mitglieder: Katrin Gensecke (eingetreten 2011)

1990 wurde der SPD-Landesverband Sachsen-Anhalt gegründet. Wir haben 30 Mitglieder aus 30 Beitrittsjahren nach ihren Motiven, Erfahrungen und Zukunftserwartungen gefragt.

Wie bist du zur SPD gekommen?

Mein Großvater verehrte die Sozialdemokratie und verwandelte gern das Wohnzimmer in einen Plenarsaal zum Debattieren. Das hat mich begeistert, geprägt und überzeugt, nach der Wende politisch aktiv zu werden

1990 konnte ich durch meine Volljährigkeit zum ersten Mal von meinem Wahlrecht Gebrauch machen. Mein Klassenverband an der EOS generierte Unverständnis mit dem “Vögelchen” für mein Wahlverhalten und der Stimmenabgabe für “meine SPD”.  Die ablehnende Haltung der Mitschüler störte mich nicht, ich war im neuen System stolze “Erstwählerin” und Siegerin für meine Überzeugung geworden.

Mitglied wurde ich Anfang Mai 2011, im traditionellen Stil, mit einem Anmeldeformular, welches ich von Yves Metzing persönlich in der Regionalgeschäftsstelle Magdeburg ausgehändigt bekam. Ich wollte etwas für behinderte Menschen gesetzlich neu regeln und als Entscheider fungieren.

Was war für dich das wichtigste politische Ereignis?

Das Inkrafttreten des Mindestlohngesetzes am 15.8.2014.

Wie siehst du die Zukunft der SPD?

Für die SPD ist noch viel Licht am Horizont, so dass wir keine grauen Wolken schieben müssen.

Wenn wir zukünftig unsere Erfolge besser verkaufen und transparenter in die Öffentlichkeit bringen, sollte wieder ein Aufwuchs bei den Wähler*innen möglich sein.

Gerade die Pandemie hat es deutlich gemacht: Die SPD hat für die Menschen gute Gesetze in kürzester Zeit auf den Weg gebracht. Jetzt müssen diese Erfolge als positive Signale der SPD im Bewusstsein der Menschen ankommen.

Ich hoffe darauf, dass uns ein aussagekräftiges Programm für das Wahljahr 2021 bei der “Sonntagsfrage” die 20-Prozent-Marke knacken lässt.

Foto: privat