30 Jahre, 30 Mitglieder: Katja Pähle (eingetreten 1999)

1990 wurde der SPD-Landesverband Sachsen-Anhalt gegründet. Wir haben 30 Mitglieder aus 30 Beitrittsjahren nach ihren Motiven, Erfahrungen und Zukunftserwartungen gefragt.

Wie bist du zur SPD gekommen?

Im April 1998 gewann die rechtsextreme DVU fast 13 Prozent der Stimmen und zog aus dem Stand in den Landtag ein. Für mich war klar: die Demokratie rettet sich nicht allein und braucht das Engagement aller, also auch meines. Dabei ging es mir damals wie heute darum, das Leben von Menschen konkret zu verbessern – auch damit Populisten und Hassprediger kein leichtes Spiel haben.

Was war für dich das wichtigste politische Ereignis?

Der SPD-Sieg bei der Bundestagswahl 1998 war ein wichtiger politischer Aufbruch, der nach so vielen politisch bleiernen Jahren unter Kohl auch mich elektrisiert hat. In vielen Bereichen konnten die Weichen neu gestellt werden. Ich denke hier an den Einstieg in den Ausstieg aus der Atomverstromung oder an die Schaffung der eingetragenen Lebenspartnerschaft als Vorlauf für die Ehe für alle.

Wie siehst du die Zukunft der SPD?

Ich schaue positiv in die Zukunft und bin überzeugt davon, dass die Sozialdemokratie auch für die Herausforderungen von Morgen die richtigen Antworten geben wird. Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität bilden ein Wertefundament, das auch für eine zunehmend digitale und globalisierte Welt relevant ist. Gerade in Krisenzeiten sind wir es, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt bewahren müssen.

Foto: Florian Korb