30 Jahre, 30 Mitglieder: Aick Pietschmann (eingetreten 2015)

1990 wurde der SPD-Landesverband Sachsen-Anhalt gegründet. Wir haben 30 Mitglieder aus 30 Beitrittsjahren nach ihren Motiven, Erfahrungen und Zukunftserwartungen gefragt.

Wie bist du zur SPD gekommen?

Ich war schon immer ein Geschichtsnerd, und nachdem ich angefangen hatte, mich stärker mit deutscher Demokratiegeschichte zu beschäftigen, wurde die SPD zur ständigen Begleitung meiner Nachforschungen.

Nach einiger Zeit inspirierte mich die Idee der Sozialdemokratie und das Wirken der Partei und ihrer Persönlichkeiten, was dazu führte, dass die SPD zu meiner Partei wurde und ich eintrat.

Was war für dich das wichtigste politische Ereignis?

Das wichtigste politische Ereignis der letzten 30 Jahre ist für mich der Terroranschlag vom 11. September 2001. Ich sah die brennenden Türme und aus purer Panik sich in Tiefe stürzende Menschen im Fernsehen, Bilder des Schreckens. Man wusste instinktiv, wie Vögel vor Gewitter, dass Unheil bevorstand.

Es waren aber auch diese Bilder, die mir neben Schauder auch Neugier einflössten. Ich wollte wissen, wie es dazu kommen konnte und was man dagegen tun kann. Es war mein politisches Erweckungserlebnis.

Wie siehst du die Zukunft der SPD?

Zukunft der SPD entscheidet sich daran, ob die Partei eine inspirierende Geschichte für die Welt von Morgen erzählen kann.

Diese muss die zentrale Fragen der Zukunft beantworten können:

Wem gehören die Daten?
Was ist Arbeit?
Wie gehen wir mit der gewaltigen technologischen Disruption um?
Was für ein Europa wollen wir?
Was für eine Welt wollen wir hinterlassen?

Foto: privat