Menschenrechte sind nicht verhandelbar – auch nicht in der Bildung

Minister Tullner: Inklusive Bildung ist ein Menschenrecht, wann erkennen Sie endlich die Ratifizierung der UN-BRK an? Menschenrechte sind nicht verhandelbar!

Durch Artikel 24 der UN – Behindertenrechtskonvention ist Deutschland, und damit auch Sachsen-Anhalt verpflichtet, ein inklusives Bildungssystem aufzubauen.

Dass Bildungsminister Tullner den mühsam angelaufenen Inklusionsprozess an unseren Schulen als „gescheitert“ erklärt, kann vielmehr als ein Scheitern seiner Bildungspolitik angesehen werden.
Er selbst lehnt den Inklusionsgedanken konsequent ab und sieht daher keine Notwendigkeit, den ohnehin schon minimalen Bestand an Erfolgen zu stützen und zu halten, geschweige denn auszubauen! „Menschenrechte sind nicht verhandelbar – auch nicht in der Bildung“ weiterlesen

„Andere Bundesländer stehen deutlich besser da“

Rüdiger Erben fordert Umdenken bei der Bekämpfung von Vegetationsbränden

Im Interview mit vornewech-Redakteur Lennart Birth hat sich der Parlamentarische Geschäftsführer und innenpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Rüdiger Erben, für ein Umdenken bei der Bekämpfung von Vegetationsbränden ausgesprochen. „Die Sommer sind deutlich heißer geworden und die Zahl längerer Dürreperioden hat zugenommen. Beides begünstigt Zahl und Ausmaß von Vegetationsbränden.“, konstatierte der Politiker und leitet daraus Forderungen ab, um der wachsenden Anzahl an Bränden effektiver zu begegnen. „„Andere Bundesländer stehen deutlich besser da““ weiterlesen

Andreas Steppuhn: „Wir wollen Freiwilligendienste wertschätzen und attraktiver machen!“

Im Landtag von Sachsen-Anhalt war kurz vor der parlamentarischen Sommerpause die Situation der Freiwilligendienstleistenden ein Thema. Andreas Steppuhn von der SPD-Landtagsfraktion wünscht sich Verbesserungen für Teilnehmer des Freiwilligen Sozialen Jahres und des Freiwilligen Ökologischen Jahres. Im Interview mit Lennart Birth, der selbst ein FSJ im Landtag absolviert, fordert er mehr Wertschätzung für das bürgerschaftliche Engagement der Freiwilligen.

vornewech: Andreas, wieso hat die SPD-Fraktion gemeinsam mit den Koalitionspartnern einen Antrag zu den Freiwilligendiensten eingereicht? Bestand da eine Notwendigkeit?

Andreas Steppuhn: Den Antrag wollten wir Sozialdemokraten schon vor Monaten einreichen. Leider haben Teile der Koalition das blockiert, sodass wir erst jetzt kurz vor der Sommerpause aktiv werden konnten. Im Kern geht es um die Freiwilligendienstleistenden in Sachsen-Anhalt, also hunderte junge engagierte Menschen zwischen 16 und 27 Jahren, die sich im sozialen Bereich, in der Kultur, in Bildung, Denkmalpflege oder Ökologie einbringen. Wir wollen, dass ihre Arbeit besser wertgeschätzt wird. Eine Notwendigkeit besteht auf jeden Fall – insbesondere im Bereich Mobilität.

Aus eigener Erfahrung kann ich da nur zustimmen. Aber kannst du den Leserinnen und Lesern erklären, wieso gerade dort? „Andreas Steppuhn: „Wir wollen Freiwilligendienste wertschätzen und attraktiver machen!““ weiterlesen

Familie und Ehrenamt – Der ganz normale Wahnsinn?

Katharina Zacharias lebt seit zwei Jahren in Haldensleben im Landkreis Börde. Ihr Alltag besteht in den letzten drei Jahren vor allem aus ihren Kindern, die sie rund um die Uhr fordern und viele persönliche Einschnitte verlangen. Die gelernte Köchin ist aktuell zu Hause, da ihr zweiter Sohn noch nicht in die Krippe geht. Zacharias hat viel um die Ohren. Dennoch hat sie sich entschieden, für den Stadtrat und den Kreistag zu kandidieren.

Ein Gastbeitrag über den Spagat zwischen Familie und Ehrenamt. „Familie und Ehrenamt – Der ganz normale Wahnsinn?“ weiterlesen

„Der starke Staat ist das Ziel.“ – Der Publizist Nils Heisterhagen wirbt für eine Kehrtwende in der SPD

Der 1988 geborene Sozialdemokrat und Publizist Dr. phil. Nils Heisterhagen bekam in  den letzten Wochen und Monaten deutschlandweit viel Aufmerksamkeit. Heisterhagen, der einst für die SPD-Fraktion im rheinland-pfälzischen Landtag als Grundsatzreferent tätig war, kritisiert in seinem Buch „Die liberale Illusion“ die aktuellen Schwerpunktsetzung der SPD. Im Gespräch mit Lennart Birth von vornewech spricht er über seine Beweggründe und wirbt für einen „linken Realismus“, den die Partei verinnerlichen müsse. „„Der starke Staat ist das Ziel.“ – Der Publizist Nils Heisterhagen wirbt für eine Kehrtwende in der SPD“ weiterlesen

Fanhilfe Magdeburg: Aktiv für die Rechte von Fußballfans

Ein Infostand der Fanhilfe Magdeburg

Zehntausende Deutsche pilgern jedes Wochenende in die Fußballstadien der Bundesrepublik. In Sachsen-Anhalt begeistern die großen Vereine aus Magdeburg und Halle tausende Sportfans. Wo so viele Menschen aufeinandertreffen, bleiben Konflikte nicht aus. Während auf der einen Seite landauf landab das Bild von Anhängern als „vermummte Chaoten“ omnipräsent ist, eint viele Fans ihre tiefe Abneigung gegenüber Polizisten in Kampfmontur, die die Fußballspiele zu Hunderten begleiten. Viele Fans glauben, dass die Stadien das Versuchslabor für polizeiliche Maßnahmen sind und kritisieren vermeintlich überzogene Maßnahmen. Nach Auseinandersetzungen am Rande von Fußballspielen, wie jüngst bei der Begegnung zwischen Bochum und Magdeburg, wo 700 Fans am Bahnhof festgehalten wurden, entspinnt sich zwischen Fans und Polizei häufig ein Kampf um die Deutungshoheit: Tragen gewaltbereite Chaoten die Schuld oder war doch übertriebenes Polizeiverhalten Auslöser für einen gewaltsamen Konflikt?

Um Fans juristische Hilfe zu vermitteln und in den Medien eine Stimme zu geben, haben sich im gesamten Bundesgebiet Fanhilfen gegründet. Auch in Magdeburg macht sich eine solche Initiative für die Rechte der Fußballanhänger stark. Die 400 Mitglieder große Fanhilfe Magdeburg wurde 2015 gegründet und leistet, gemäß ihrer Satzung, unter anderem Kinder- und Jugendarbeit im Kontext der Fanszene des 1. FC Magdeburg.

Im Interview spricht Vorstandsmitglied Christian Oberthür über die Arbeit des Vereins. Das Gespräch führte Lennart Birth.

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