30 Jahre, 30 Mitglieder: Uta Krauß (beigetreten 1998)

1990 wurde der SPD-Landesverband Sachsen-Anhalt gegründet. Wir haben 30 Mitglieder aus 30 Beitrittsjahren nach ihren Motiven, Erfahrungen und Zukunftserwartungen gefragt.

Wie bist du zur SPD gekommen?

Im Jahr 1998, ich war inzwischen Mutter von zwei Kindern, standen in Gatersleben Neuwahlen für das Bürgermeisteramt an. Es gab sehr viele Bewerber, auch aus den Reihen der SPD und ein großes Interesse in der Bevölkerung. Im Zuge dieser Diskussionen wurde ich gefragt, ob ich in die SPD eintreten möchte. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich, dass ich hier in der Region bleiben würde und ich gern auch im Interesse meiner Kinder mitgestalten möchte. „30 Jahre, 30 Mitglieder: Uta Krauß (beigetreten 1998)“ weiterlesen

30 Jahre, 30 Mitglieder: Eric Grube (eingetreten 2018)

1990 wurde der SPD-Landesverband Sachsen-Anhalt gegründet. Wir haben 30 Mitglieder aus 30 Beitrittsjahren nach ihren Motiven, Erfahrungen und Zukunftserwartungen gefragt.

Wie bist du zur SPD gekommen?

Meine Eltern haben mir ein gerechtes, solidarisches und humanistisches Weltbild vermittelt, und obwohl beide bis vor kurzem relativ unpolitisch waren, habe ich früh eine Heimat gesucht, in der ich die Gesellschaft, mit der ich oft so uneinverstanden bin, verbessern kann. Die SPD interpretiert meine Werte (Gleichheit, Gerechtigkeit und Solidarität) so, wie ich es auch mache – was nicht selbstverständlich ist. Deswegen stand ich ihr schon lange nahe und wurde schließlich Mitglied.   „30 Jahre, 30 Mitglieder: Eric Grube (eingetreten 2018)“ weiterlesen

30 Jahre, 30 Mitglieder: Angela Leuschner (eingetreten 1997)

1990 wurde der SPD-Landesverband Sachsen-Anhalt gegründet. Wir haben 30 Mitglieder aus 30 Beitrittsjahren nach ihren Motiven, Erfahrungen und Zukunftserwartungen gefragt.

Wie bist du zur SPD gekommen?

…eigentlich wie die Jungfrau zum Kind. Ich suchte nicht selbst; man hat mich gefunden. Eingetreten in die SPD bin ich 1997. Einige Jahre zuvor entschieden mein Mann und ich mich, nach Oebisfelde zu ziehen. Wir sind beide dort nicht aufgewachsen und waren deshalb auch nur wenig bekannt. Am Gartenzaun führte ich häufiger Gespräche mit einem Mann, der in unmittelbarer Nachbarschaft wohnte. Dieser Mann war Jörg Stade, ein Genosse der ersten Stunde in Oebisfelde. Wir führten interessante Gespräche darüber, wie es in unserer Gemeinde, in unserem Land weiter voran gehen könnte, tauschten Meinungen und Ideen aus. Eines Tages frug er mich, ob ich nicht Lust hätte, mich ein wenig tatkräftiger und wirkungsvoller einzumischen und für die SPD für den Stadtrat zu kandidieren. Ich lächelte und erwiderte mit der gebotenen Skepsis, dass ich aufgrund meines Zuzugs einen geringen Bekanntheitsgrad in der Region hätte und damit meine Erfolgsaussichten eher gering seien. Allerdings, wenn ich kandidieren sollte, käme für mich schon damals nur die SPD in Frage. „30 Jahre, 30 Mitglieder: Angela Leuschner (eingetreten 1997)“ weiterlesen

30 Jahre, 30 Mitglieder: Udo Krause (eingetreten 2010)

1990 wurde der SPD-Landesverband Sachsen-Anhalt gegründet. Wir haben 30 Mitglieder aus 30 Beitrittsjahren nach ihren Motiven, Erfahrungen und Zukunftserwartungen gefragt.

Wie bist du zur SPD gekommen?

Ich habe mich schon immer für sozialdemokratische Politik interessiert. Richtig “nahe” bin ich der SPD aber erst durch ein Praktikum in der Landtagsfraktion in Magdeburg gekommen. Darauf folgend habe ich meine Magisterarbeit über “Die Entstehung der SDP/SPD in den Bezirken Magdeburg und Halle” geschrieben und habe ein Jahr lang im Ernst-Reuter-Haus die Arbeit verfasst. Kurz nach Abgabe der Abschlussarbeit bin ich dann im Juli 2010 in die SPD eingetreten. 

Ich fand es wichtig, Mitglied zu werden, da ich mich politisch einbringen wollte und gerade in meiner Region, dem Jerichower Land, die Werte der SPD vertreten wollte und es heute auch noch im Stadtrat in Genthin tue.  

Was war für dich das wichtigste politische Ereignis?

Es gibt sehr viele politische Ereignisse innerhalb der letzten 30 Jahre. Ich denke aber das entscheidendste war der Politikwechsel von 1998 mit Gerhard Schröder an der Spitze. Der SPD gelang es damals mit einem fulminantem Ergebnis, eine in die Jahre gekommene Politik abzusetzen und neue Impulse für die Zukunft zu setzen, von denen Deutschland noch heute profitiert.  

Wie siehst du die Zukunft der SPD? 

Ich sehe die Zukunft der Partei durchaus positiv. Ich sehe, bedingt durch mein Studium, die Welt immer aus der historischen Perspektive. Und nach vielen Auf und Ab, wird irgendwann die neoliberale Politik wieder durch eine soziale Politik abgelöst werden. Das könnte dann die Stunde der SPD werden. Aber bis dahin ist es noch ein steiniger Weg. 

Foto: privat

30 Jahre, 30 Mitglieder: Eberhard Nothmann (beigetreten 1995)

1990 wurde der SPD-Landesverband Sachsen-Anhalt gegründet. Wir haben 30 Mitglieder aus 30 Beitrittsjahren nach ihren Motiven, Erfahrungen und Zukunftserwartungen gefragt.

Wie bist du zur SPD gekommen?

Dr. Karl-Heinz Wolf hat für unsere Waldarbeiter einen Kündigungserlass über den Landtag verhindert. Danach war ich als Nichtmitglied der SPD bei der Vorbereitung der SPDRegierung gefragt und dabei.  Da stellte ich fest, dass meine politischen Vorstellungen sehr mit denen der SPD übereinstimmen.  Unser Ortsverein Obersdorf nahm mich unter der Bedingung auf, dass ich bei der nächsten Wahl den Vorsitz übernehme.  „30 Jahre, 30 Mitglieder: Eberhard Nothmann (beigetreten 1995)“ weiterlesen

30 Jahre, 30 Mitglieder: Silvia Gernoth (eingetreten 2004)

1990 wurde der SPD-Landesverband Sachsen-Anhalt gegründet. Wir haben 30 Mitglieder aus 30 Beitrittsjahren nach ihren Motiven, Erfahrungen und Zukunftserwartungen gefragt.

Wie bist du zur SPD gekommen? 

Menschen, die etwas bewegen und gestalten, waren schon immer für mich Vorbilder, ob auf Kommunaler-, Landes- oder Bundesebene.  

Mit vielen Menschen und insbesondere Kindern hatte ich Kontakt durch meinen Beruf als Pädagogin. Ich hörte die Probleme junger Familien jeden Tag. Da ich in einem Alter war mich neu zu orientieren entschied ich mich im Jahr 2003, soziale Projekte in unserer Stadt zu unterstützen bzw. selbst durchzuführen. Ein Projekt war das Eltern-Kind-Projekt „Musikgarten“: mit jungen Eltern und ihren Kindern von fünf Monaten bis fünf Jahren singen, tanzen und musizieren. Viele kulturelle Veranstaltungen unterstützte ich in Roßlau mit dem Projekt. Bei einem Nachbarschaftsfest in unserer Siedlung lernte ich den Vorsitzenden des Ortsvereins der SPD kennen. Er sprach mich an und lud mich zur Mitgliederversammlung ein. Es war wie eine Familie, die dem Ziel folgte, sich für Solidarität und Gerechtigkeit einzusetzen. Menschen verschiedener Altersgruppen die Themen diskutierten und versuchten umzusetzen, das hat mich imponiert. Im Februar 2004 wurde ich als Mitglied im Ortsverein der SPD Roßlau aufgenommen.  „30 Jahre, 30 Mitglieder: Silvia Gernoth (eingetreten 2004)“ weiterlesen

30 Jahre, 30 Mitglieder: Seluan Al-Chakmakchi (eingetreten 2009)

1990 wurde der SPD-Landesverband Sachsen-Anhalt gegründet. Wir haben 30 Mitglieder aus 30 Beitrittsjahren nach ihren Motiven, Erfahrungen und Zukunftserwartungen gefragt.

Seluan Al-Chakmakchi ist nach einer kurzen Unterbrechung seit 2009 wieder SPD-Mitglied.

Wie bist du zur SPD gekommen? 

In meiner Schulzeit traf ich bereits den Entschluss, dass ich mich gesellschaftlich engagiere. Nach einer Begegnung mit Reinhard Höppner und Regien Hildebrand in Wittenberg dauerte es nicht mehr lange und ich trat 2001 in die SPD ein. Zum damaligen Zeitpunkt stand die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt vor der Tür. Meine Intention war es, dass ich mitbestimmen möchte anstelle über mich bestimmen zu lassen. Dafür trete ich bis heute ein.  „30 Jahre, 30 Mitglieder: Seluan Al-Chakmakchi (eingetreten 2009)“ weiterlesen

30 Jahre, 30 Mitglieder: Jana Große-Holtforth (eingetreten 2019)

1990 wurde der SPD-Landesverband Sachsen-Anhalt gegründet. Wir haben 30 Mitglieder aus 30 Beitrittsjahren nach ihren Motiven, Erfahrungen und Zukunftserwartungen gefragt.

Wie bist du zur SPD gekommen?

Ich habe mich schon während meiner Gymnasialzeit intensiv für das Fach Politik interessiert. Durch zwei Praktika, einmal auf Bundesebene und einmal auf Landesebene bei der SPD, wurde mein Interesse für Sozialdemokratie immer stärker. Da mir die Arbeit innerhalb der SPD und ihren Werten, die für diese Partei stehen sehr viel Freude und neue Perspektiven gebracht haben, füllte ich zum Abschluss meines letzten Praktikums auch meinen eigenen Mitgliedsantrag aus. „30 Jahre, 30 Mitglieder: Jana Große-Holtforth (eingetreten 2019)“ weiterlesen

30 Jahre, 30 Mitglieder: Jacob Beuchel (beigetreten 2005)

1990 wurde der SPD-Landesverband Sachsen-Anhalt gegründet. Wir haben 30 Mitglieder aus 30 Beitrittsjahren nach ihren Motiven, Erfahrungen und Zukunftserwartungen gefragt.

Wie bist du zur SPD gekommen? 

Mein Weg in die SPD begann als 18jähriger Schüler in Lutherstadt Wittenberg. Ich lernte die Jusos bei einem Kommunalplanspiel der Friedrich-Ebert-Stiftung 2004/2005 kennen und blieb bei der sehr aktiven Gruppe hängen. Politisches Denken habe ich schon früh aus vom Abendbrottisch meiner Familie mitgenommen und die SPD schien mir die korrekte Wahl, um für eine bessere Gesellschaft zu kämpfen. Nach der Bundestagswahl 2005 trat ich ein und kandidierte auch flugs erfolglos für den Kreistag. Prägend war für mich insbesondere die Delegationsreise der Jusos im Sommer 2005 zum IUSY World Congress nach Alicante: Eine wunderbare internationale Begegnung mit jungen Menschen aus allen Erdteilen, die für Frieden und eine gerechte Wirtschaftsordnung kämpfen.  „30 Jahre, 30 Mitglieder: Jacob Beuchel (beigetreten 2005)“ weiterlesen

30 Jahre, 30 Mitglieder: Manuela Hartung (beigetreten 2012)

1990 wurde der SPD-Landesverband Sachsen-Anhalt gegründet. Wir haben 30 Mitglieder aus 30 Beitrittsjahren nach ihren Motiven, Erfahrungen und Zukunftserwartungen gefragt.

Wie bist du zur SPD gekommen?

Ich habe, seitdem ich das erste Mal im Mai 1990 an den ersten freien Wahlen teilnehmen durfte (im September 1989 war ich 18 Jahre alt geworden), SPD gewählt. Ich bin ein Arbeiterkind, und schon zu Ostzeiten hat mich die Geschichte der Arbeiterbewegung, die Gründung der alten Tante SPD, die Frauenrechtsbewegung und so weiter interessiert. Zudem war ich immer ein Fan von Wehner, Brandt und ja, auch von Schmidt. Ich habe mich mit ihnen auseinandergesetzt, gerade auch weil ich die unter Wehner/Brandt geführte Änderung der Ostpolitik für den Mauerfall 1989 verantwortlich sehe und darüber sehr froh war. Die einsetzende Änderung und die Perestroika waren genau in der Linie dieser Ostpolitik zu sehen, die letztlich zur Einheit Deutschlands führten. Ich habe noch nie verstanden, dass immer Helmut Kohl als Kanzler der Einheit gefeiert worden ist: Er war zum Zeitpunkt des Falls der Mauer, der DDR-Flüchtlinge (Ungarn), Kanzler der Bundesrepublik Deutschlands – Erbauer der Deutschen Einheit waren bereits die politischen Köpfe der SPD vor seiner Kanzlerschaft. „30 Jahre, 30 Mitglieder: Manuela Hartung (beigetreten 2012)“ weiterlesen