Zum Tod von Tilman Tögel: Wir haben einen Demokraten der ersten Stunde und überzeugten Europäer verloren

Bei der Verleihung der Ehrennadel: Reiner Haseloff, Petra Grimm-Benne, Katrin Budde, Tilman Tögel und seine Ehefrau Birgit Tögel.

Die SPD-Landtagsfraktion und der SPD-Landesverband Sachsen-Anhalt trauern um Tilman Tögel, der am 24. April 2019 nach schwerer Krankheit verstorben ist. Er war von der ersten bis zur sechsten Legislaturperiode (1990-2016) Mitglied des Landtages von Sachsen-Anhalt. Tilman Tögel wurde 59 Jahre alt.

Fraktionsvorsitzende Katja Pähle: „Mit Tilman Tögel verlieren wir nicht nur einen Demokraten der ersten Stunde, sondern auch einen überzeugten Europäer, der sich bis zuletzt für die europäische Idee eingesetzt hat. An beiden Verlusten trägt die SPD schwer. Seit der Wendezeit hatte er sich als Sozialdemokrat für die Menschen in seinem Wahlkreis Stendal und im ganzen Land Sachsen-Anhalt engagiert. In dem Vierteljahrhundert, in dem er dem Landtag angehörte, hat er in vielfältigen Rollen viel bewegt und war ein Kollege, auf den man sich verlassen konnte. Der Elan, mit dem er sich unter anderem im Landtag und im Ausschuss der Regionen für sein Herzensthema Europa einsetzte, muss uns allen Vorbild sein.“ „Zum Tod von Tilman Tögel: Wir haben einen Demokraten der ersten Stunde und überzeugten Europäer verloren“ weiterlesen

SPD-AG Selbst Aktiv: Treffen der Region Ost

Am 2. März 2019 war es wieder soweit: Die Landesverbände der SPD-Arbeitsgemeinschaft Selbst Aktiv aus Sachsen-Anhalt und Sachsen luden in diesem Jahr zu einem Erfahrungsaustausch der Region Ost nach Leipzig ein. Erstmalig kamen aus allen beteiligten Bundesländern Selbstaktivisten*innen, um gemeinsam über die kommenden Herausforderungen, die sich im Handlungsfeld Behindertenpolitik ergeben zu diskutieren.

Der Bundesvorsitzende, Karl Finke, zog hierzu ein kurzes Resümee über die geleistete Arbeit im Bundesvorstand der vergangenen zwei Jahre. Dabei hob er die konstruktive Zusammenarbeit mit den Vertreter*innen der Region Ost hervor, welche inzwischen sehr gewachsen ist. Er betonte, dass künftig unser Fokus noch mehr darauf ausgerichtet sein muss, dass wir das Thema Inklusion als Eckpfeiler in allen Teilen von sozialdemokratischer Politik einbringen müssen. „SPD-AG Selbst Aktiv: Treffen der Region Ost“ weiterlesen

Frühschoppen in Osternienburg

Am Sonntag, dem 31. März 2019, fand auf Einladung von Ronald Mormann, Mitglied des Landtages, in Osternienburg „Mormels Politischer Frühschoppen“ statt. Im Gasthaus „Zur goldenen Mitte“ kamen über 20 Genossinnen und Genossen der SPD aus allen Teilen des Landkreises zusammen, um sich über die politischen Entwicklungen im Land, im Kreis und in der Region auszutauschen.

Als speziellen Gast hatte Ronald Mormann die Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Katja Pähle, eingeladen.

Nach einer kurzen Einführung wurde sofort in die Diskussion mit Katja und Ronald eingestiegen. Dabei wurde in über 40 Redebeiträgen eine Themenbandbreite vom neuen Kinderförderungsgesetz über die Stärkung der Ortschaftsräte bis hin zur von der SPD forcierten Abschaffung der Straßenausbaubeiträge diskutiert. „Frühschoppen in Osternienburg“ weiterlesen

Verleihung der Gedenkmedaille „Willy Brandt“ an Ulrich Köhler

Ulrich Köhler und Sylvia Gernoth

„Die Zukunft wird nicht gemeistert von denen, die am Vergangenen kleben“

Willy Brandt Rede auf dem außerordentlichen Parteitag der SPD am 18. November 1971

Ein echter Sozialdemokrat, ein Sozialdemokrat der ersten Stunde. Seit 01.02.1991 ist er Mitglied in der sozialdemokratischen Partei. Er hat den Ortsverein Roßlau mitgegründet. War Stadtratsvorsitzender in Roßlau bis 1999. Seine sozialdemokratische Handschrift zog sich wie ein roter Faden durch Roßlau. Er ist heute noch mit 89 Jahren ein aktives Mitglied im Ortsverein Roßlau und stets ein kritischer Gesprächspartner und Kämpfer. „Verleihung der Gedenkmedaille „Willy Brandt“ an Ulrich Köhler“ weiterlesen

Roßlau hat Zukunft – Roßlau mitten in Europa

Neumitglied Jan Mussmann, Vorsitzende Sylvia Gernoth und Neumitglied Antonia Schubert

Am 25. Februar 2019 beging unser Ortsverein seinen Jahresbegrüßungs-Empfang in der Gaststätte „Zur Biethe“ in Roßlau. Die Veranstaltung war gut besucht. Neben zahlreichen Ortsvereinsmitgliedern fanden sich auch einige interessierte Roßlauer Bürgerinnen und Bürger ein. Der Einladung folgten auch Robert Reck, Beigeordneter für Wirtschaft und Kultur, und der SPD-Stadtverbandsvorsitzende Robert Hartmann gefolgt.

Der Abend stand ganz im Zeichen der im Mai anstehenden Kommunal- und Europawahlen. Nach kurzer Begrüßung durch unsere Vorsitzende Sylvia Gernoth wurde unser Kommunalwahlprogramm vorgestellt. Arne Lietz hatte sein Grußwort mittels Videobotschaft übersandt, da er leider der Einladung aus terminlichen Gründen in Brüssel nicht folgen konnte. „Roßlau hat Zukunft – Roßlau mitten in Europa“ weiterlesen

Rufrieds langer Weg zur SPD

In loser Folge stellen wir in der Rubrik Parteileben SPD-Mitglieder vor. Den Anfang mach Rufried Mauer, 91 Jahre alt und im Ortsverein Magdeburg Stadtfeld zu Hause. Rufried ist pensionierter Pfarrer und lebt mit seiner Frau am Schellheimer Platz. Er verpasst keine Sitzung seines Ortsvereins und ist trotz seines hohen Alters ein engagierter Wahlkämpfer für die SPD… Rufried beschreibt in seinem Text, seinen Weg zur SPD! Ein Panorama eins langen politischen Lebens. „Rufrieds langer Weg zur SPD“ weiterlesen

Familie und Ehrenamt – Der ganz normale Wahnsinn?

Katharina Zacharias lebt seit zwei Jahren in Haldensleben im Landkreis Börde. Ihr Alltag besteht in den letzten drei Jahren vor allem aus ihren Kindern, die sie rund um die Uhr fordern und viele persönliche Einschnitte verlangen. Die gelernte Köchin ist aktuell zu Hause, da ihr zweiter Sohn noch nicht in die Krippe geht. Zacharias hat viel um die Ohren. Dennoch hat sie sich entschieden, für den Stadtrat und den Kreistag zu kandidieren.

Ein Gastbeitrag über den Spagat zwischen Familie und Ehrenamt. „Familie und Ehrenamt – Der ganz normale Wahnsinn?“ weiterlesen

„Der starke Staat ist das Ziel.“ – Der Publizist Nils Heisterhagen wirbt für eine Kehrtwende in der SPD

Der 1988 geborene Sozialdemokrat und Publizist Dr. phil. Nils Heisterhagen bekam in  den letzten Wochen und Monaten deutschlandweit viel Aufmerksamkeit. Heisterhagen, der einst für die SPD-Fraktion im rheinland-pfälzischen Landtag als Grundsatzreferent tätig war, kritisiert in seinem Buch „Die liberale Illusion“ die aktuellen Schwerpunktsetzung der SPD. Im Gespräch mit Lennart Birth von vornewech spricht er über seine Beweggründe und wirbt für einen „linken Realismus“, den die Partei verinnerlichen müsse. „„Der starke Staat ist das Ziel.“ – Der Publizist Nils Heisterhagen wirbt für eine Kehrtwende in der SPD“ weiterlesen

Juso-Vorsitzende Meye zieht erste Zwischenbilanz

Im Sommer 2018 wählten die Jusos Sachsen-Anhalt auf ihrer Landesdelegiertenkonferenz in Dessau-Roßlau Franca Meye aus Halle (Saale) an die Spitze des Nachwuchsverbandes. Knapp ein Jahr später hat sich die Jura-Studentin den Fragen von Rico Rauch und Lennart Birth für vornewech gestellt.

vornewech: Franca, nun ist deine zweijährige Amtszeit in der Funktion der Juso-Landesvorsitzenden schon fast zur Hälfte vorbei. Wie fällt deine grundsätzliche Bilanz der letzten Monate aus?

Franca Meye: Ich bin ganz zufrieden. Wir sind gut gerüstet für die anstehenden Europa- und Kommunalwahlen und haben auch schon für die zweite Hälfte des Jahres viele Ideen.

Welche größeren Projekte hast du gemeinsam mit dem Landesvorstand angestoßen und vorangetrieben? „Juso-Vorsitzende Meye zieht erste Zwischenbilanz“ weiterlesen

Fanhilfe Magdeburg: Aktiv für die Rechte von Fußballfans

Ein Infostand der Fanhilfe Magdeburg

Zehntausende Deutsche pilgern jedes Wochenende in die Fußballstadien der Bundesrepublik. In Sachsen-Anhalt begeistern die großen Vereine aus Magdeburg und Halle tausende Sportfans. Wo so viele Menschen aufeinandertreffen, bleiben Konflikte nicht aus. Während auf der einen Seite landauf landab das Bild von Anhängern als „vermummte Chaoten“ omnipräsent ist, eint viele Fans ihre tiefe Abneigung gegenüber Polizisten in Kampfmontur, die die Fußballspiele zu Hunderten begleiten. Viele Fans glauben, dass die Stadien das Versuchslabor für polizeiliche Maßnahmen sind und kritisieren vermeintlich überzogene Maßnahmen. Nach Auseinandersetzungen am Rande von Fußballspielen, wie jüngst bei der Begegnung zwischen Bochum und Magdeburg, wo 700 Fans am Bahnhof festgehalten wurden, entspinnt sich zwischen Fans und Polizei häufig ein Kampf um die Deutungshoheit: Tragen gewaltbereite Chaoten die Schuld oder war doch übertriebenes Polizeiverhalten Auslöser für einen gewaltsamen Konflikt?

Um Fans juristische Hilfe zu vermitteln und in den Medien eine Stimme zu geben, haben sich im gesamten Bundesgebiet Fanhilfen gegründet. Auch in Magdeburg macht sich eine solche Initiative für die Rechte der Fußballanhänger stark. Die 400 Mitglieder große Fanhilfe Magdeburg wurde 2015 gegründet und leistet, gemäß ihrer Satzung, unter anderem Kinder- und Jugendarbeit im Kontext der Fanszene des 1. FC Magdeburg.

Im Interview spricht Vorstandsmitglied Christian Oberthür über die Arbeit des Vereins. Das Gespräch führte Lennart Birth.

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